BÄNDI – Finnischer Tango der aus der Reihe tanzt

Bereits mehrfach durfte ich die Finntango BÄNDI live erleben. Zum ersten Mal war das im Schloss Johannisberg im Rheingau, wo die Musiker aus Frankfurt anlässlich des Rheingauer Musikfestivals und einer Filmvorführung des Aki Kaurismäki Films „Die andere Seite der Hoffnung“ als musikalisches live Act auftraten. Und ich muss sagen: Ich bin jedes Mal wieder begeistert, von ihrer besonderen Art und Weise den Finnischen Tango zu interpretieren und auch von ihrer humorvoll-unterhaltsamen Bühnenshow. Jetzt Ende Januar bringt die Band ihr neues Album „Unikuva“ heraus. Im Interview plaudert Schlagzeuger Thomas Salzmann von BÄNDI über die Entstehung des neuen Albums, wie sie auf die Idee kamen, sich auf Finnischen Tango zu spezialisieren und was ihren Finntango so einzigartig macht.

Finntango meets Wanderlust – Uusikuu, Claudia Brendler und der Blues der Finnen

Tango, da denkt man zu allererst an feurige, lateinamerikanische Rhythmen, eben an den Tango Argentino. Doch dass auch in Finnland leidenschaftlich Tango getanzt wird, wissen die Wenigsten. „Dabei ist die Melancholie die schönste Seite der Traurigkeit“, meint Uusikuu-Sängerin Laura Ryhänen. „Denn die Melancholie ist es, die dem Tango seine finnische Seele verleiht und ihn so von Tangoklängen in Argentinien oder Uruguay unterscheidet.“ Und bereits Aki Kaurismäki, der finnische Kultregisseur, brachte es einmal auf den Punkt: „Der Tango ist der Blues der Finnen.“ Und genauso ist es: In den hellen, lauen Sommernächten wird in Finnland überall die Tradition des Tangotanzen mit Tangomelodien in Moll zelebriert.