Aus Liebe zur finnischen Sprache: Michael Bauland gründete Finnischlernforum kaikki.de

(FOTO: Michael Bauland) Michael Bauland hat Informatik studiert. Als er im Internet keine geeignete Möglichkeit fand, sich mit anderen über das Finnischlernen auszutauschen gründete er sein eigenes Finnischforum kaikki.de.
(FOTO: Michael Bauland) Michael Bauland hat Informatik studiert. Als er im Internet keine geeignete Möglichkeit fand, sich mit anderen über das Finnischlernen auszutauschen gründete er sein eigenes Finnischforum kaikki.de.

Der Kontakt zu Finnen während seines Auslandssemesters in England weckte in Michael Bauland das Interesse an der finnischen Sprache und seine Liebe zu Finnland. Und weil er sich gerne mit anderen Finischlernern online über die Sprache austauschen wollte, es aber im gesamten World Wide Web kein geeignetes Portal dazu gab, kam Michael auf die Idee mit „Kaikki.de“ ein eigenes Forum zum Austausch über die finnische Sprache ins Leben zu rufen. Im Interview plaudert Michael mit uns über seine Finnlandleidenschaft und natürlich stellen wir euch auch Michaels Finnischlernportal kaikki.de und die Idee dahinter vor.

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Alles begann mit einem finnischen Marmeladenglas – Interview mit Michael Bauland, dem Gründer des Finnischlernportals kaikki.de

Finntastic:
Moikka Michael, cool Dich kennenzulernen! Du hast ein tolles Portal zum Finnisch lernen und gemeinsamen Austausch gegründet, das kaikki.de heißt. Doch bevor Du uns mehr dazu verrätst, erzähl uns doch ein wenig über Dich. Woher stammt Deine Finnlandleidenschaft?

Michael:
Das war tatsächlich Zufall, wie so vieles im Leben. Ich war 1999/2000 für ein Auslandssemestern in Canterbury in England und habe dort in einer sechser WG gewohnt und hatte zwei finnische Mitbewohner. Auch in den Nachbar WGs gab es ein paar Finnen. Das finnische Get-Together fand dann immer in unserer Küche statt. Natürlich wurde da auch viel Finnisch gesprochen. Meistens standen auch finnische Produkte wie Marmelade auf dem Küchentisch. Beim Frühstück habe ich mich dann gleich mal darin versucht die finnischen Inhaltstoffe vorzulesen. Und als meine finnische Mitbewohnerin da grinsend zu mir meinte „Hey, das klingt ja fast schon, als wärst du ein echter Finne“, war mein Interesse an Land, Kultur und Sprache geweckt. (lacht)

Diese langen merkwürdig klingenden Wörter mit all den vielen Doppelvokalen und -konsonanten klangen einfach völlig anders, als ich es von anderen mir bekannten Sprachen gewohnt war. Nach und nach haben meine finnischen Mitbewohner mir dann weitere finnische Vokabeln beigebracht, wie die Zahlen und erste Phrasen wie „Minä olen Michael“. Beim Recherchieren zur finnischen Sprache im Netz habe ich dann immer wieder gelesen, dass Finnisch so schwierig sein soll. Und als meine finnische Mitbewohnerin zu mir meinte: „Ach, wenn du aus England fort bist, gibst du das Finnischlernen eh wieder auf“, hat mich der Ehrgeiz gepackt. So bin ich letztendlich von Finnland und der finnischen Sprache nicht mehr losgekommen.

Finntastic:
Was gefällt Dir an Finnland, der finnischen Mentalität und Kultur so besonders gut?

Michael:
Auf alle Fälle die Landschaft, die Wälder und Seen, also die unberührte Natur. Und, dass man zur Abwechslung mal nicht so viele Menschen um sich herumhat. Einfach mal raus ist aus der Hektik des Alltags. Besonders gerne erinnere ich mich an den Aufenthalt im Mökki am See, als ich damals meine ehemalige Mitbewohnerin in Finnland in Jyväskylä besucht habe. Da war ich auch das erste Mal in einer finnischen Sauna und hinterher im See schwimmen. Das war schon ein unbeschreiblich tolles Erlebnis. Es war Oktober und das Wasser somit schon ziemlich kühl. Zudem war es schon fast dunkel und ganz still um mich herum. Einfach herrlich!

Schwimmen nach Sauna
(FOTO: Michael Bauland) Während seines ersten Besuchs in Finnland verbrachte Michael auch Zeit im Mökki. Der Gang in die Sauna und das Schwimmen im See ist für ihn bis heute ein unvergessliches Erlebnis.

Finntastic:
Du hast anschließend ein Auslandssemester in Turku verbracht und dort auch Deine Diplomarbeit geschrieben. Hat Deine Diplomarbeit auch einen Finnlandbezug?

Michael:
Nein, meine Diplomarbeit hat nichts mit Finnland zu tun. Aber ich fand das Auslandssemester in England einfach toll. Ich habe in der Zeit eine Menge erlebt und so viele neue, nette Kontakte geknüpft. Das alles hat mein Leben bereichert. Und ich dachte mir, wenn ich erst einmal im Arbeitsleben feststecke, wird es sicher schwierig, noch einmal ins Ausland zu gehen oder eine längere zu Reisen. So kam ich auf die Idee, meine Diplomarbeit im Ausland zu schreiben und da bot sich natürlich Finnland an. (lächtelt)

Allerdings war es gar nicht so einfach einen Betreuer für die Diplomarbeit in Finnland zu finden. Ich habe zunächst mehrere Universitäten angeschrieben und glücklicherweise einen Professor an der Uni Turku gefunden, der mir das Thema „Kryptografie in der Informatik“ für die Diplomarbeit angeboten hat, das mich sehr interessiert hat. Also habe ich die Möglichkeit beim Schopf gepackt, zugesagt und nochmal ein paar Monate in Finnland verbracht. Und für den Lebenslauf macht sich Auslandserfahrung schließlich auch immer gut.

Finntastic:
Wie hat es Dir in Turku gefallen? Hast Du einen Lieblingsort oder einen Turku Geheimtipp für uns?

Michael:
Ich war von Juli 2002 bis Februar 2003 in Turku und habe also den finnischen Sommer, den Herbst sowie den Winter erlebt. Die Zeit in Turku hat mir super gut gefallen. Ich habe dort in einem Studentenwohnheim zusammen mit zwei Finnen gewohnt. Leider habe ich während meiner Zeit in Turku noch nicht so viel Finnisch gesprochen. Meistens haben die Finnen schnell auf Englisch gewechselt, wenn wir uns unterhalten haben. Mein Finnisch war wohl einfach noch zu schlecht. (lacht) Aber natürlich habe ich durch den Alltag ganz viel Finnisch mitbekommen.

Und Turku selbst ist eine sehr schöne Stadt, besonders mit dem Aurajoki, also dem Fluss, der da mitten durch die Stadt fließt. Einen echten Turku- Geheimtipp habe ich jetzt nicht für euch, aber die vielen Restaurantboote direkt am Fluss kann ich wirklich empfehlen. Im Sommer ist es herrlich dort in der Sonne zu sitzen, auf den Fluss zu schauen und lecker zu essen oder einen Cocktail zu trinken. Zu meinem Erstaunen war der Sommer in Finnland auch recht warm. Perfekte Bedingungen, um auch eine Runde in der Ostsee zu schwimmen. Lustig war, dass ich ein paar Monate später im Januar dann genau an derselben Stelle auf dem Eis stand. Das war ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Auch ein Finnlanderlebnis, an das ich mich gerne erinnere. (lächelt)

Turku Restaurantboot
(FOTO: Michael Bauland) Besonders in den Sommermanten sind die Restaurantboote am Aurajoki in Turku einen Besuch wert.

Finntastic:
Warst Du im Januar dann auch Eisschwimmen?

Michael:
Nein, an diesem Tag nicht. Aber ich habe während meiner Zeit in Turku für ein paar Tage eine Freundin in Oulu besucht, die ich noch von meinem Studium in Aachen kenne. Wir waren gemeinsam für ein paar Tage in Oulu unterwegs und ich habe zum ersten Mal Langlauf-Ski ausprobiert. Und an diesem Tag waren wir später auch Eisbaden. Als ich da aus dem Eisloch stieg, fühlte ich mich schon irgendwie sehr entspannt. Es kribbelte am ganzen Körper und es war einfach ein schönes Gefühl draußen an der frischen Luft zu sein.

Allerdings muss ich zugeben, dass das eine Erfahrung ist, die zwar interessant war, aber die ich nicht unbedingt wiederholen möchte (lacht) Denn der Einstieg ins Eisloch hat mich schon ganz schön Überwindung gekostet. Und was ich auch nicht vergessen werde: Man musste die Socken auf dem Weg zum Eisloch anbehalten, weil sonst die Gefahr zu groß war, dass man mit den nackten Füßen am Eis kleben bleibt. (lacht)

Finntastic:
Du sprichst selbst Finnisch. Was hat Dir geholfen, die Sprache zu lernen?

Michael:
Mit dem Finnischlernen habe ich 2000 im Selbststudium begonnen, nachdem ich aus Canterbury zurück war. Dazu habe ich mir ein Lehrbuch von Langenscheidt gekauft, das ich allerdings nicht weiterempfehlen kann, weil es nicht sehr attraktiv ist, damit zu lernen. Das Tempo zieht extrem schnell an und es ist sehr trocken und viel zu technisch aufgebaut. Aber ich habe mich trotzdem eine Weile durchgequält und mir so die Grundlagen der finnischen Sprache beigebracht.

Ein Jahr später habe ich dann an der Uni Köln zwei Semester lang einen Finnischkurs besucht. Denn an der Uni Köln gibt es ein Fennistikinstitut, weil man dort auch Fennistik studieren kann. Und weil die Finnischkurse für die Sprachstudenten nicht so stark frequentiert waren, hat mir die Finnischdozentin erlaubt, mitzumachen. Was toll war, denn wir hatten damals in Aachen ein Semesterticket, das bis nach Köln reichte, so dass ich kostenlos zweimal die Woche nach Köln pendeln konnte. Der Kurs hat mir sehr geholfen, meine Grammatikkenntnisse zu vertiefen und er war auch viel besser, als der Finnischkurs, den ich später während meiner Promotion an der VHS in Hannover belegt habe. Aber ich glaube bei den VHS-Kursen kommt es eben immer auch sehr stark auf den Lehrer an.

Michael auf Skiern
(FOTO: Michael Bauland) Bei seinem Finnlandbesuch in Oulu ging es für Michael das erste Mal auf Skiern durch die verschneite Winterlandschaft.

Finntastic:
Gab es Anlaufschwierigkeiten und was hat Dir geholfen?

Michael:
Anlaufschwierigkeiten gab es eher nicht, weil ich die finnische Sprache durch die Kurse an der Uni in Köln ja bereits sehr strukturiert gelernt habe. Aber was mir noch immer Schwierigkeiten bereitet ist, waschechte Finnen zu verstehen, wenn sie mit mir Finnisch sprechen. Denn die gesprochene Sprache unterscheidet sich sehr von dem Finnisch, was man in den Lehrbüchern und im Finnischkurs lernt.

Deshalb habe ich vor kurzem angefangen, jeden Abend die Radio-Nachrichten in Finnisch zu hören. Und zwar die richtigen Nachrichten, nicht die Selkouutiset von Yle, also die Nachrichten in einfachem Finnisch, die es ja auch gibt. Die sind für Beginner durchaus zu empfehlen, weil man sie mitlesen kann und man dort auch Vokabeln erklärt bekommt. Aber ich wollte eben das gesprochene Finnisch lernen, dafür bieten sich die normalen Nachrichten besser an. Dort wird natürlich auch nicht richtig Umgangssprache gesprochen, aber es kommt der Puhekieli schon deutlich näher.

Finntastic:
Verrate uns: Hast Du ein finnisches Lieblingswort?

Michael:
Mal überlegen…also „lämpimämpi“ klingt wie ich finde sehr lustig. Und dann gibt es da das recht witzig klingende und gar nicht so einfach auszusprechende Wort „Yllähyllyllä“, was ja so viel heißt wie „oben im Regal“. Im Finnischen gibt es durch die vielen Vokale aber sicher noch ganz viel andere schräg klingende Wörter. (lacht)

Langlauf in Finnland
(FOTO: Michael Bauland) Nicht nur die finnische Sprache, sondern auch die Schönheit der Landschaft und der entspannte Lebenstil haben Michael an Finnland begeistert.

Finntastic:
Du hast bereits Finnischkurse an der Sommeruniversität in Helsinki belegt. Erzähl uns ein wenig darüber. Wer kann dort mitmachen und wie hat es Dir gefallen?

Michael:
Ja genau, nach meinem Auslandssemester in Canterbury habe ich einen Finnischkurs an der Sommeruniversität in Helsinki besucht. Das kann ich wirklich empfehlen, vor allem weil die Kurse nicht nur gut, sondern auch unglaublich günstig sind. Ich glaube mein vierwöchiger Kurs hat damals um die 100 Euro gekostet. Was für einen Intensivkurs, der montags bis donnerstags für insgesamt fünf Stunden am Tag lief, echt günstig ist. Parallel hatte man außerdem genügend Zeit um die Gegend zu erkunden und konnte dabei gleichzeitig das Gelernt aus dem Kurs sofort anwenden.

Die Kurse gibt es übrigens auf ganz unterschiedlichen Sprachniveaus und zwar sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Die Teilnehmer in meinem Kurs waren zumeist Leute aus dem Ausland, die nun in Finnland leben und Finnisch lernen, weil sie zum Beispiel einen finnischen Partner haben oder es sie beruflich nach Finnland verschlagen hat. Es waren also kaum Leute wie ich dabei, die Finnisch nur zum Spaß lernen.

Trotzdem sind die Finnischkurse an der Sommeruniversität Helsinki, die es übrigens auch an anderen Universitätsstädten in Finnland gibt, eine tolle Möglichkeit, Urlaub und das Lernen der finnischen Sprache zu verbinden. Allerdings muss man sich vor Ort natürlich auch eine Unterkunft organisieren. Vier Wochen Hotel in Finnland kann sich wohl niemand leisten! (lacht) Was ich daher empfehlen kann: Viele Studentenwohnungen sind im Sommer nicht belegt und können kurzzeitig angemietet werden, da es an der Uni in Finnland eine längere Sommerpause zwischen den Semestern gibt und viele Studenten zu der Zeit meist bei den Eltern oder im Mökki sind. Und ansonsten könnt ihr es natürlich auch über Airbnb versuchen.

Dom von Helsinki
(FOTO: Michael Bauland) Während seines Finnischkurses an der Sommeruniversität in Helsinki hatte Michael auch genügend Zeit um die Stadt zu erkunden. Der weiße Dom, das Wahrzeichen von Helsinki, durfte da natürlich nicht fehlen.

Finntastic:
Nun zu Deinem Finnischlernforum kaikki.de. Wie kamst Du auf die Idee dazu ein Portal zum Austausch für Finnischlerner zu gründen?

Michael:
Lustigerweise kam mir die Idee zu Kaikki.de erst vor einem halben Jahr. Da habe ich mal wieder einen Finnischkurs an der VHS belegt. Aber als ich im Netz nach einem Forum zum Finnisch lernen gesucht habe, um mich mit anderen über die finnische Sprache auszutauschen, habe ich festgestellt, dass so etwas gar nicht existiert! Es gibt zwar Foren zu Finnlandthemen, aber nicht speziell zum Finnisch lernen.

Und da ich beim Lernen ständig neue Fragen habe und ich meinen VHS Lehrer aber nicht ständig mit Fragen nerven wollte, kam mir der Gedanke: “Warum gründest Du nicht selbst solch ein Finnisch-Forum?” Ich habe mich bei meinem Provider erkundigt, was es kosten würde, solch ein Forum auf dem eigenen Webspace zu hosten und habe dann einfach mal ein Forum programmiert und aufgebaut. Das hat echt Spaß gemacht, vor allem, weil mich als ITler die Technik dahinter fasziniert und ich mich dazu auch in die Programmiersprache PHP einarbeiten musste.

Finntastic:
Warum gerade der Name „kaikki.de“? Was verbindest Du damit?

Michael:
Auf den Namen „kaikki.de“ kam ich per Zufall. Ich wollte eine Domain haben, die nicht so lang und einfach zu merken ist. Die meisten Domains wie michael.de oder finnisch.de waren schon vergeben. Also dachte ich mir: „Warum nimmst Du nicht einfach ein finnisches Wort wie kaikki, das wird es unter den .de-Domains bestimmt noch nicht geben“. Und tatsächlich, die Domain war noch frei, also habe ich sie mir schnell gesichert. Außerdem ist die Bedeutung des Wortes ziemlich passend: Denn Kaikki heißt übersetzt ins Deutsche „alle“ und das Forum soll uns allen ja eine Plattform zum Austausch über die finnische Sprache bieten.

Kaikki.de - Das Portal zum Finnisch lernen
(Screenshot: Finntastic) Auf kaikki.de kann sich jeder, der gerade Finnisch lernt, mit Gleichgesinnten über die Finnische Sprache austauschen.

Finntastic:
Jetzt sind wir gespannt: Wie funktioniert Dein Finnisch-Forum? Und was erwartet uns als Besucher auf kaikki.de?

Michael:
Kaikki.de ist zunächst einmal eine öffentliche Plattform, also keine geschlossene bzw. private Gruppe. wie ihr das vielleicht von Facebook kennt. Der Vorteil ist, dass ihr mitlesen könnt, ohne euch anmelden zu müssen. Wenn ihr aber selbst eine Frage stellen oder einen Beitrag schreiben möchtet, müsst ihr euch registrieren. Was auch noch wichtig zu erwähnen ist: Kaikki.de ist moderiert, das heißt ich und ein paar weitere Administratoren sorgen dafür, dass dort keine illegalen, beleidigende oder komische Inhalte gepostet oder politische Debatten geführt werden, die da nicht hingehören. Denn das Forum soll ja nur dem Zweck des Finnischlernens dienen. 

Aufgebaut ist Kaikki.de folgendermaßen: Es gibt dort verschieden Rubriken zu Grammatik, Vokabeln und Redewendungen, in denen ihr eigene Threads eröffnen könnt.  Außerdem gibt es Bereiche zum Austausch über Lehrbücher, Sprachkurse und andere Themen rund um das Finnisch lernen sowie Rubriken wo ihr euch über Finnland allgemein austauschen könnt, zum Beispiel über Reisen, Musik, Traditionen und Feste oder auch die Kulinarik. Und dann gibt es noch den Bereich „keskustelu“. Der ist komplett auf Finnisch. Hier soll keine Grammatikkorrektur, sondern der Spaß im Vordergrund stehen,  sich einfach einmal mit ein paar anderen Leuten in der fremden Sprache zu schreiben.

Jetzt muss das Portal nur noch mit Leben gefüllt werden, deshalb hoffe ich, dass ihr alle zahlreich mitmacht! Denn wenn keiner mitmacht, funktioniert das Prinzip mit dem gegenseitigen Austausch nicht. Natürlich freue ich mich auch über konstruktive Kritik. Ihr könnt beispielsweise in der Rubrik „Ideen und Kritik“ auch eigene Vorschläge für neue Rubriken machen oder Ideen einbringen, wie man das Forum weiterentwickeln und verbessern kann.

Michael mit Husky
(FOTO: Michael Bauland) Auch die Tour mit den Schlittenhunden durch die verschneite Winterlandschaft Finnlands war für Michael ein unvergessliches Erlebnis.

Finntastic:
Das hört sich toll an. Erzähl uns noch kurz, wie kann man sich registrieren?

Michael:
Die Registrierung ist eigentlich recht simpel: Über einen Registrierungsbutton gelangt ihr zum Registrierungsformular. Dort tragt ihr euren Namen, oder alternativ einen Nickname und eure Emailadresse ein. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch noch ein paar weitere Angaben machen, zum Beispiel zum persönlichen Sprachlevel. Nachdem ihr das abgeschickt habt, erhaltet ihr eine Bestätigungsemail. Damit wird sicher gestellt, dass sich im Forum keine Fake-Accounts anmelden. Ich muss eure Registrierung dann händisch freischalten, daher bitte nicht wundern, wenn es nach der Registrierung mit der Freischaltung des Accounts ein wenig dauert.

Und um euch die Bedenken in puncto Datenschutz zu nehmen: Das Portal ist komplett werbefrei und das soll auch künftig so bleiben. Ich betreibe kaikki.de ehrenamtlich und finanziere auch das Portal komplett selbst. Es werden keine Daten an Dritte weitergegeben. Alle Daten die ihr bei mir eingebt, bleiben auch bei mir auf dem Server, der übrigens auch in Deutschland steht. Somit wird sichergestellt, dass alle Daten auch nach deutschem Datenschutzrecht gehostet werden.

Finntastic:
Das klingt klasse! Ich werde Dein Portal gleich mal ausprobieren! Noch eine letzte Frage: Wann geht es das nächste Mal nach Suomi?

Michael:
Tja, gute Frage. In der aktuellen Corona-Lage versuche ich auch weiterhin Kontakte zu minimieren und Fliegen ist meiner Meinung nach sowieso ökologisch nicht so sinnvoll. Vielleicht nehme ich mir mit meiner Frau irgendwann einmal etwas länger frei und wir machen eine Zugreise in den Norden. Geplant ist aber bislang noch nichts.


Über Michael Bauland und das Finnischlern-Forum Kaikki.de

Mökkitime
(FOTO: Michael Bauland) Entspannung pur – so hat Michael seinen Mökkiaufenthalt in Finnland in bester Erinnerung.

Michael Bauland hat Informatik an der RWTH Aachen studiert und von 2003 bis 2007 an der Leibniz Universität in Hannover promoviert. Derzeit arbeitet er als ITler bei einem Unternehmen der Domain-Industrie.

Während seines Auslandssemesters im englischen Canterbury, bekam er durch seine finnischen Mitbewohner ersten Kontakt zur finnischen Kultur und Sprache. Das Finnlandfieber war geweckt! Direkt nach seiner Rückkehr begann er mit dem Finnisch lernen. Seine Diplomarbeit zum Thema „Kryptografie in der Informatik“ schrieb Michael an der Universität Turku, um noch einmal etwas Zeit in Finnland verbringen zu können. Finnland, die finnische Sprache und Kultur haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen.

Kaikki.de – Die Plattform zum gemeinsamen Finnischlernen

Weil er sich gerne online mit anderen Finnisch-Lernern zu Sprache und Grammatik austauschen wollte, im gesamten Worldwide Web aber kein geeignetes Portal zum Austausch über die Finnische Sprache existierte, kam er vor einem halben Jahr auf die Idee, selbst ein Finnischlernforum ins Leben zu rufen Gesagt getan: Unter www.kaikki.de könnt ihr euch nun mit anderen „Suomihullut“ in einem komplett werbefreien Forum über die finnische Sprache, das Land und die Kultur austauschen.

Ihr wollt Finnisch lernen und euch über die Sprache mit anderen Finnlandverrückten austauschen?
Dann registriert euch auf www.kaikki.de und schon kann es losgehen!


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