Helle Tage, helle Nächte – Ein Buch über ein Familiengeheimnis und eine Reise nach Schwedisch-Lappland

(Werbung)* Autorin und Schriftstellerin Hiltrud Baier stammt aus Süddeutschland, lebt jedoch seit 2001 in Schweden und seit 2008 in Jokkmokk. Sie liebt die Stille und unberührte Natur Schwedisch-Lapplands und interessiert sich auch für die Kultur der Samen. Mit ihren Büchern ist sie immer wieder auf Lesereise in ihrer alten Heimat Deutschland unterwegs. Bereits ihre beiden Lapplandkrimis “Septemberschuld” und “Totenleuchten” waren ein voller Erfolg. Im Juli letzten Jahres ist ihr neuer Roman „Helle Tage, Helle Nächte“ im Fischer/Krüger Verlag erschienen. Ich habe mit der Autorin über ihr neues Buch, ihr Auswandererdasein in Schweden und ihre Verbindung zur samischen Kultur geplaudert.

Sápmi und die Samen – Das Land und das Volk

Heute ist Tag des Samischen Volkes. Überall in Sápmi, dem Land der Samen, d.h. im finnischen und schwedischen Teil Lapplands, in der norwegischen Finnmarkt und auf der Kola-Halbinsel in Russland weht derzeit die samische Flagge. Doch auch wenn die Samen heute mit Stolz und Herz für ihre Kultur einstehen, war das nicht immer so. Lange Zeit wurde das indigene Volk im Norden Europas von Staat und Kirche unterdrückt und ihre Kultur und Sprache fast ausgelöscht. Ein neues Nationalbewusstseins entwickelte sich erst im Laufe der 1970er-Jahre. Im Interview spreche ich mit Hans-Joachim Gruda vom KULTURHUS BERLIN über die Samen, ihre Kultur und seine Verbindung zur indigenen Bevölkerung Nordeuropas.